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Forschungsministerin Schavan eröffnet CPC

Teilnehmer an der Pressekonferenz: v.l. Prof. Dr. Stefan Endres, Klinikum der Ludwig-Maximilians-Universität; Dr. Nikolaus Blum, kaufmännischer Geschäftsführer des Helmholtz Zentrums München; Prof. Dr. Burkhard Göke, Ärztlicher Direktor Klinikum der Universität München; Prof. Dr. Annette Schavan, Bundesministerin für Bildung und Forschung; Prof. Dr. Günther Wess, Wissenschaftlicher Geschäftsführer des Helmholtz Zentrums München; Dr. Wolfgang Heubisch, Bayerischer Staatsminister für Wissenschaft, Forschung und Kunst; Dr. Tobias Kaltenbach, Vorsitzender der Geschäftsführung Asklepios Fachkliniken; Prof. Dr. Oliver Eickelberg, Chairman Comprehensive Pneumology Center. Foto: Michael Haggenmüller

Die Bundesforschungsministerin Prof. Dr. Annette Schavan hat heute in München-Großhadern feierlich das neue Translationszentrum für Lungenforschung CPC (Comprehensive Pneumology Center) eröffnet. Im CPC bündeln vier Partner, das Helmholtz Zentrum München, die Ludwig-Maximilians-Universität (LMU) München, das Klinikum der Universität München und die Asklepios Fachkliniken München-Gauting ihre Expertise in der experimentellen und klinischen Lungenforschung. Unter Leitung von Prof. Dr. Oliver Eickelberg setzt das CPC seine wissenschaftlichen Schwerpunkte in der Diagnostik, Therapie und Prävention von schwerwiegenden Lungenerkrankungen wie der chronisch-obstruktiven Lungenerkrankung COPD, Asthma bronchiale, Lungenfibrose oder Lungenkrebs. Indem sie die molekularen Mechanismen von Lungenerkrankungen erforschen, wollen die Wissenschaftler neue Therapieansätze entwickeln und diese möglichst schnell zum Nutzen der Patienten in die klinische Anwendung bringen.

Lungenkrankheiten gehören weltweit zu den häufigsten Todesursachen. Dennoch wurden Lungenerkrankungen vor allem in Deutschland bisher nur wenig erforscht. Die Bundesforschungsministerin Prof. Dr. Annette Schavan sagte anlässlich der feierlichen Einweihung des neuen Lungenforschungszentrums CPC in München: „Es war dringend an der Zeit, vorhandenes Wissen und Kompetenzen zu bündeln. Das neue Lungenforschungszentrum CPC ist ein Kristallisationspunkt für die Lungenforschung von morgen. Es soll zugleich Zentrum für Information und Wissen über Lungenerkrankungen werden.“

Der bayerische Staatsminister für Wissenschaft, Forschung und Kunst, Dr. Wolfgang Heubisch, betonte in seinem Grußwort: „Das neue Lungenforschungszentrum ist ein großer Gewinn für den Wissenschaftsstandort Bayern. Für die hohe wissenschaftliche Qualität und Kompetenz des Zentrums bürgen vier starke Partner der bayerischen Gesundheitsforschung. Sie alle werden die experimentelle und klinische Forschung auf dem Gebiet der Lungenforschung in einem Gebäude zusammenführen und künftig gemeinsam weiterentwickeln.“ Minister Heubisch ist zugleich Kuratoriumsmitglied der im Februar gegründeten Stiftung AtemWeg zur Erforschung von Lungenkrankheiten, die ihren Sitz im CPC hat.

„Mit dem CPC können wir viel besser untersuchen, wie das Zusammenwirken von genetischen Risikofaktoren und Umwelteinflüssen zum Entstehen von Lungenerkrankungen führt. Nur mit diesem besseren Verständnis wird es gelingen, maßgeschneiderte Therapien und personalisierte Präventionsstrategien zu entwickeln.“, so Prof. Dr. Günther Wess, Wissenschaftlicher Geschäftsführer des Helmholtz Zentrums München. Die Arzneimittelentwicklung in der Lungenforschung ist heute gekennzeichnet durch besonders lange Entwicklungszeiten und hohe Ausfallquoten.

Prof. Dr. Oliver Eickelberg ist experimenteller Chairman des CPC und hat seit 2008 den Aufbau des CPC geleitet. Er ist zudem Lehrstuhlinhaber für „Experimentelle Pneumologie“ am Klinikum der LMU München und Direktor des Instituts für Lungenbiologie am Helmholtz Zentrum München: „Gemeinsam mit den Partnern im CPC können wir unsere Forschungsergebnisse direkt in medizinischen Nutzen überführen. Der tägliche Kontakt mit den Patienten ist für uns eine wichtige Motivation, dabei keine Zeit zu verlieren.“
Die Ludwig-Maximilians-Universität (LMU) München ist einer der vier Partner des CPC, Präsident Prof. Dr. Bernd Huber hebt hervor: „Auf dem HighTechCampus der LMU in Großhadern/Martinsried ist das CPC eingebunden in moderne wissenschaftliche und klinische Infrastrukturen, die eine vernetzte und weltweit renommierte Spitzenforschung in den medizinisch-naturwissenschaftlichen Fächern ermöglichen und fördern. Besonderen Wert legen wir im CPC darauf, den Transfer der Erkenntnisse aus der Grundlagenforschung in die klinische Praxis zu ermöglichen und so den Fortschritt in der praktischen Medizin zu unterstützen.“

Das Klinikum der Universität München, weiterer Partner im CPC, verfügt über große medizinische Expertise in Diagnostik und Therapie von Lungen- und Bronchialerkrankungen. Prof. Dr. Burkhard Göke, Ärztlicher Direktor des Klinikums sagte: „Mit unserer leistungsfähigen Radiologie und dem Neubau des OP-Zentrums am Campus Großhadern können wir eine medizinische Versorgung auf höchstem Niveau gewährleisten und Strukturen für exzellente Forschung und Lehre zur Verfügung stellen. Diese Kompetenzen werden wir als Kooperationspartner in das CPC einbringen, um gemeinsam wichtige Fortschritte in der Lungenforschung zu erzielen.“

Der Forschungskomplex am Max-Lebsche-Platz vereint auf einer Gesamtfläche von fast  2000 Quadratmetern Arbeitsgruppen der beiden Lehrstühle für experimentelle und klinische Pneumologie der LMU sowie fünf vom Helmholtz Zentrum München finanzierte Arbeitsgruppen, die verschiedenste Aspekte chronischer Lungenerkrankungen erforschen. Die Forschungsambulanz bietet die notwendige Infrastruktur für die optimale Behandlung von Patienten, aber auch für die Probenahme im Rahmen klinischer Studien. Die unter einem Dach vereinigte Expertise sowie der direkte Kontakt zu den Patienten ist in dieser Konstellation neu. Als weiterer klinischer Forschungsstandort des CPC sorgen die Asklepios Fachkliniken München-Gauting für die unmittelbare Übertragung und Prüfung der Forschungsergebnisse. Dr. Tobias Kaltenbach, Vorsitzender der Konzerngeschäftsführung der Asklepios Kliniken, betont: „Eine so enge Zusammenarbeit zwischen Patientenversorgung und Forschung ist einmalig in der deutschen Lungenforschung. Wir freuen uns, als Partner des CPC die Erkenntnisse direkt in die Anwendung bringen zu können.“

Ansprechpartner für Medienvertreter

Helmholtz Zentrum München - Deutsches Forschungszentrum für Gesundheit und Umwelt
Sven Winkler, Leiter Abteilung Kommunikation
Tel.: 089-3187-3946, E-Mail:

Klinikum der Universität München
Philipp Kressirer, Leiter der Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Tel.: 089-5160–8070, E-Mail:

Ludwig-Maximilians-Universität (LMU) München
Luise Dirscherl, Kommunikation & Presse der LMU
Tel: 089-2180-2706, E-Mail:

Asklepios Fachkliniken München-Gauting
Stephanie Nadler
Tel.: 089-85791-7101, E-Mail: s.nadler(at)asklepios.com

Weiterführende Informationen:

Internetauftritt des CPC: www.cpc-munich.org

Footage für TV-Übertragungen finden Sie hier: Weiter...

Die Partner des CPC:

http://www.klinikum.uni-muenchen.de

http://www.uni-muenchen.de

http://www.asklepios.com/gauting

Das Helmholtz Zentrum München ist das deutsche Forschungszentrum für Gesundheit und Umwelt. Ziel des Zentrums ist es, eine personalisierte Medizin für die Prävention und Therapie großer Volkskrankheiten wie Diabetes mellitus, Erkrankungen der Lunge und des Nervensystems zu entwickeln. Als ein weltweit führendes Zentrum mit der Ausrichtung auf Environmental Health untersucht es hierfür das Zusammenwirken von Genetik, Umweltfaktoren und Lebensstil. Das Helmholtz Zentrum München beschäftigt rund 1.800 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Der Hauptsitz des Zentrums liegt in Neuherberg im Norden Münchens auf einem 50 Hektar großen Forschungscampus. Das Helmholtz Zentrum München gehört der größten deutschen Wissenschaftsorganisation, der Helmholtz-Gemeinschaft an, in der sich 16 naturwissenschaftlich-technische und medizinisch-biologische Forschungszentren mit insgesamt 30.000 Beschäftigten zusammengeschlossen haben. www.helmholtz-muenchen.de

Im Klinikum der Universität München (LMU) sind im Jahr 2009 an den Standorten Großhadern und Innenstadt etwa 500.000 Patienten ambulant, teilstationär und stationär behandelt worden. Die 45 Fachkliniken, Institute und Abteilungen verfügen über mehr als 2.300 Betten. Von insgesamt fast 10.000 Beschäftigten sind rund 1.700 Mediziner. Forschung und Lehre ermöglichen eine Patientenversorgung auf höchstem medizinischem Niveau. Das Klinikum der Universität München hat im Jahr 2009 rund 62 Millionen Euro an Drittmitteln eingeworben und ist seit Juni 2006 Anstalt des öffentlichen Rechts.
www.klinikum.uni-muenchen.de

Die Ludwig-Maximilians-Universität (LMU) München ist eine der führenden Universitäten in Europa mit einer über 500jährigen Tradition. In der Exzellenzinitiative, einem deutschlandweiten Wettbewerb zur Stärkung der universitären Spitzenforschung hat sie überaus erfolgreich abgeschnitten. Als echte „universitas“ bietet sie das breite Spektrum aller Wissensgebiete von den Geistes- und Kulturwissenschaften über Rechts-, Wirtschafts- und Sozialwissenschaften bis hin zur Medizin und den Naturwissenschaften. In 18 Fakultäten forschen und lehren rund 700 Professorinnen und Professoren sowie etwa 3.300 wissenschaftliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Sie bieten ein umfangreiches Fächerspektrum mit rund 150 Studienangeboten, das zurzeit mehr als 45.000 Studierende nutzen. www.uni-muenchen.de

Die Asklepios Fachkliniken München-Gauting - Zentrum für Pneumologie und Thoraxchirurgie - sind mit 300 Betten eine der größten Fachkliniken für Lungenerkrankungen in Deutschland. Ihre Stärke ist es, durch innovative Medizin und enge Zusammenarbeit zwischen den einzelnen Abteilungen bei den jährlich etwa 10.000 Patienten auch komplexe Krankheitsbilder von Lunge und Thorax rasch und kompetent zu diagnostizieren und interdisziplinär zu behandeln. Die Fachkliniken sind zudem Lehrkrankenhaus der Ludwig-Maximilians-Universität München und Bestandteil des Comprehensive Pneumology Centers (CPC), einem Forschungsverbund, der es sich zur Aufgabe gemacht hat, die Erforschung von Grundlagen auf dem Gebiet der Lungenheilkunde und ihre rasche Umsetzung in die klinische Medizin zum Wohl des Patienten voranzutreiben. Sie kooperieren darüber hinaus mit renommierten Forschungseinrichtungen im In- und Ausland. http://www.asklepios.com/gauting